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2. Workshop Prinzipien und Elemente einer Förderarchitektur für ländliche Räume – Bestandsaufnahme und Perspektiven der „2. Säule – Förderung“, 21. und 22. Oktober 2009 im BMU/Bonn

Ergebnisse und Präsentationen

Kurze Zusammenfassung

 

Thema des zweiten Workshops war eine Bestandsaufnahme zur Zweiten Säule der Agrarpolitik. Dabei wurde den Fragen nachgegangen, in welcher Weise die ländliche Entwicklungspolitik bereits gegenwärtig zur Erreichung der Ziele des Natur- und Umweltschutzes beiträgt, welche Möglichkeiten der Effizienzsteigerung bestehen, welche neuen Aufgaben bewältigt werden müssen und welcher Mittelbedarf hierfür künftig erforderlich ist.

Der Informationsaustausch bezog sich jedoch nicht alleine auf die Instrumente der bestehenden sogenannten 2. Säule der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik. Vielmehr wurde seitens des Veranstalters angestrebt, sich aus der “Säulenlogik“ zu lösen und die gesellschaftlichen Ziele der GAP in das Zentrum der Debatte zu stellen. Ausgehend von der mikroökonomischen Theorie der externen Effekte wurde im Einführungsvortrag von Valentin Zahrnt problematisiert, auf welche GAP-Ziele die Theorie der „öffentlichen Güter“ Anwendung findet. Im Ergebnis zeigt sich, dass allenfalls die Verfolgung der Umwelt- und Naturschutzziele eine Förderung der Landwirtschaft rechtfertigt. Zwar sei auch Versorgungssicherheit ein öffentliches Gut, dieses solle jedoch vorrangig mit Instrumenten außerhalb der GAP verfolgt werden. Frieder Thomas zeigte, in welcher Weise bereits heute freiwillige Agrarumweltmaßnahmen den Zustand von Umwelt und Natur beeinflussen und dass dieses Instrumentarium geeignet ist, die gewünschten öffentlichen Güter bereitzustellen. Gegenstand der Betrachtungen von Prof. Ulrich Hampicke war die Frage, wie groß der Mittelumfang ist, der notwendig wird, wenn man mithilfe der Landwirtschaft Ziele des Naturschutzes in unterschiedlichen Regionen erreichen möchte. Dazu wurde ein Mengengerüst präsentiert. Ebenso wurden erste Kostenschätzungen, basierend auf Opportunitätskostenberechnungen für landwirtschaftlich intensiv genutzte Gebiete sowie Vollkostenberechnung für extensiv genutzte Acker- und Grünlandgebiete, vorgestellt. Das Mengengerüst wurde durch Edgar Reisinger ergänzt, der Überlegungen zum Klimaschutz und Biodiversitätsschutz u. a. durch Wiedervernässung und Weidehaltung einbrachte.

Im Folgenden finden sich die Präsentationen und Beiträge, die als Input die Debatte im Workshop einleiteten. Die Ergebnisse der auf die Beiträge folgenden Diskussion werden gegenwärtig ausgewertet.