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Land und Wirtschaft: ökologische Zukunftsmärkte ländlicher Räume

Zweite Konferenz der Veranstaltungsreihe: "Nachhaltig und innovativ: Zukunft im ländlichen Raum - Perspektiven für naturverträgliches Wirtschaften nach 2013 “

Datum: Dienstag, 30. Juni 2009, 13.00 – 18.00 Uhr
Ort: Landtag des Freistaates Thüringen, Jürgen-Fuchs-Straße 1, 99096 Erfurt

Für die Zukunft ländlicher Räume ist es von zentraler Bedeutung, dass neue Wege für eine regionale Wertschöpfung und damit wirtschaftliche Perspektiven für die Menschen, die dort leben, gefunden werden. Heute haben sich Umwelttechnologien und Umweltinnovationen bereits zu einem leistungsstarken Motor für Wachstum und Beschäftigung entwickelt, wie der aktuelle BMU-Umwelttechnologie-Atlas für Deutschland erneut belegt. Gerade auch für ländliche Räume können Natur und Umwelt entscheidende Standortvorteile sein. Wenn sich Konzepte finden lassen, die diese Potenziale erschließen, können ländliche Regionen vom Wachstumsmarkt Umwelt profitieren. Bei der Konferenz „Land und Wirtschaft: ökologische Zukunftsmärkte ländlicher Räume“ des BMU am 30. Juni 2009 in Erfurt diskutierten Experten aus dem Umwelt- und Naturschutz, dem Verbraucherschutz, der Tourismusbranche, dem Gesundheitsbereich und der Europäischen Kommission, wie ökologisches Wirtschaften eine realistische Option für die ökonomische Entwicklung ländlicher Räume werden kann und welche politischen Rahmenbedingungen gesetzt werden müssen, um die negativen Trends abzufedern. Dabei wird die Europäische Politik für den ländlichen Raum eine zentrale Rolle spielen müssen.

Ein Baustein der Veranstaltung war eine von BMU an die PricewaterhouseCoopers AG (PwC) in Auftrag gegebene Studie „Ökologisch wirtschaften: Zukunftsperspektiven ländlicher Räume“. PwC bestätigte mit seinen vorläufigen Ergebnissen das ökonomische Potenzial innovativer ökologischer Märkte. Schlüsselmärkte existieren u.a. in den Bereichen Energieversorgung, Tourismus, Land- und Forstwirtschaft, Ernährungswirtschaft sowie dem Gesundheits- und Sozialwesen. Die Studie wird nach ihrer Veröffentlichung auf dieser Internetseite erhältlich sein.

Bei der Präsentation innovativer Geschäftsmodelle für ökologische Märkte wurde deutlich, dass mutige unternehmerische Entscheidungen Erfolg versprechen und auch ein Motor der wirtschaftlichen Entwicklung in ländlichen Räumen sein können. Bei der Vorstellung der Bionade GmbH betonte Michael Garvs, dass es ihnen wichtig sei, dass die Region Rhön von dem Erfolg von Bionade profitiert. Mittlerweile ist die Bionade GmbH in Ostheim der größte Arbeitgeber. Die Waldaktie wurde als beispielhaftes Kompensationsprojekt für CO2-neutralen Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern durch Aufforstung vorgestellt.

Die Konferenz machte deutlich, dass neue Wege für eine regionale Wertschöpfung besonders dann beschritten werden können, wenn die politischen Rahmenbedingungen stimmen. Doch letztlich sind es die Akteure in ländlichen Räumen selbst, die mit Kreativität und Geschäftssinn das ökologische Potenzial ihrer Region ausschöpfen können.


Programm der BMU-Konferenz

Präsentationen der BMU-Konferenz

Bildergalerie der BMU-Konferenz